Shauns Vater ist im Falklandkrieg gefallen. Nicht unproblematisch für den 12-Jährigen: Eine fehlende Vaterfigur, finanzielle Sorgen der Mutter und damit einhergehend Hänseleien in der Schule. Als der Junge eine Gruppe Skinheads kennenlernt, ändert sich das. Glatze, Doc Martens und Hosenträger werden zu Merkmalen seiner peer group. Alles ist gut bis der 32-Jährige Combo, ebenfalls Skinhead, aus dem Knast entlassen wird. Combo steht politisch rechts und spaltet damit Shauns Bezugsgruppe in einen unpolitischen und einen politischen Teil. Shaun schließt sich – einerseits, weil Combo ihn gezielt manipuliert und andererseits, weil er in Combo eine Vaterfigur findet – dem politischen Teil der Gruppe an. Es folgt eine Teilnahme an einer Parteiveranstaltung der BNP, eine Überfall auf einen pakistanischen Supermarkt und schließlich eine hinterhältige Attacke Combos auf den dunkelhäutigen Skin Milky, der dabei beinahe sein Leben lässt.
“This is England” ist ein Antikriegsfilm, der eigentlich gar keiner sein will. Regisseur und Drehbuch-Autor Shane Meadows zeigt Kriegsszenen nur im Vor- und Abspann, ansonsten geht es die ganzen 100 Minuten um das Ende von Shauns Kindheit und die englische Skinhead-Kultur der frühen 1980er Jahre. Dennoch sitzt man am Ende des Films vor dem Bildschirm und denkt eher darüber nach was Krieg mit Kindern anstellt, als darüber inwiefern übersteigerter Nationalismus Jugendliche Skinheads in ihrer Entwicklung beeinflusst. Dennoch authentisch und unterhaltsam (Bewertung: 7/10 Punkten).

Facebook
Foursquare
Google Reader
Last.fm
Twitter