Idiocracy (2006)

Idiocracy (2006)

Joe und Rita sind absolute Durchschnittstypen. Deshalb werden sie von der US-Army für ein Experiment ausgewählt. Sie sollen ein Jahr lang eingefroren werden um zu testen ob Menschen für die Zukunft konserviert werden können. Doch kurz nachdem das Experiment begonnen hat, wird der Leiter wegen eines Sexskandals festgenommen und die Eingefrorenen geraten in Vergessenheit. Bis ins Jahr 2505: Durch einen Zufall öffnen sich die Kältekammern und Joe und Rita finden sich – zunächst getrennt voneinander – in einer völlig anderen Welt wieder: Die Gesellschaft ist verblödet, dekadent und anmialisch, weil sich über die Jahrhunderte im Survival of the Fittest intelligente Menschen nicht durchsetzen konnten.

Die Durchschnittstypen Joe und Rita müssen von nun an damit klar kommen, dass sie mit Abstand die intelligentesten Menschen auf einem Planeten voller Idioten sind und dass zu viel Intelligenz auch eine Gefahr sein kann, weil die Erwartungen umso größer sind.

Die Idee hinter diesem Film hätte Grundlage für eine tolle Science-Fiction-Komödie sein können. Leider wurde nicht allzu viel daraus gemacht: Die Gesellschaftskritik, eigentlich ein zentrales Anliegen des Films, kratzt zu sehr an der Oberfläche und ist zu keinem Zeitpunkt wirklich politisch. Die Pointen wiederholen sich. Beim ersten Mal schmunzelt man noch, das war’s aber auch schon. Die Protagonisten sind zu oberflächlich angelegt, wodurch ihr Handeln zunehmend unglaubwürdig wirkt. Bei einer Gesamtdauer von nur 81 Minuten hätten ein paar extra Minuten Character Building gut getan. Fazit: Eine originelle Idee, mehr aber auch nicht (3/10 Punkten).

Über den Verfasser

Pascal Paukner wohnt in München. Denkt seit er schreiben kann. Interessiert sich für Popkultur, Politik und Medien. Bereits seine Kindergärtnerin sagte ihm nach, er hätte ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Dennoch ist aus ihm kein Jurastudent geworden. Stattdessen Politik und Kommunikation.



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