Ich kann mich eigentlich nicht erinnern jemals Musik aus dem Grand Hotel van Cleef nicht gemocht zu haben. Daher mag es auch wenig überraschend sein, wenn ich nun eine kleine Lobeshymne auf den neuesten Neuzugang dort anstimme: Nils Koppruch.
Koppruch war bis zur Auflösung im Jahr 2007 Sänger und Gitarrist der Hamburger Band Fink. Bereits kurz nach der Trennung brachte er sein erstes Soloalbum “Den Teufel tun” heraus. Abseits der Musik gilt seine Vorliebe der Kunst: Unter dem Pseudonym SAM. hat er in den vergangenen 20 Jahren rund 100 Ausstellungen im deutschsprachigen Raum betrieben. Heuer am 13. August erscheint nun das zweite Soloalbum mit dem Titel “Caruso”.
Erste Single der neuen Platte ist das locker-leichte “Kirschen (wenn der Sommer kommt)”, zu sehen und vor allem zu hören im Video oben. Eine so von Grund auf positive Musik klingt durch meine Boxen sonst eigentlich nur, wenn ich das vorletzte Nada-Surf-Album “Lucky” auflege.
Das Positive verwundert dann auch insofern, als Koppruchs Debütalbum nicht gerade ein Manifest der Lebensfreude war und sich diese Grundstimmung offenbar auch nicht komplett durch die neue Platte zieht: Helge Schneider wollte – obwohl er angefragt war – nicht mitmachen, weil ihm der Titeltrack des Albums “zu traurig” war, schreibt Motor.de.
Wie auch immer. Dafür wirken zwei Andere mit. Ebenfalls bestens bekannt: Gisbert zu Knyphausen himself und Steffan Dettl von der bayerischen La Brass Banda. Man darf also gespannt sein, was dabei raus gekommen ist und bis zum Release gilt: Kirschen essen. Oder schon mal Karten für die Tour im Herbst vorbestellen.
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