Im Vorfeld des bayerischen Nichtraucherschutz-Volksentscheids sprach ich von einer Wahl zwischen Freiheit und Sozialismus. Falsch lag ich damit insofern nicht, als dass die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern auch Wochen nach der Abstimmung noch immer, ähm, verhärtet sind. Spiegel Online schreibt:
Frankenberger läuft durch die leere Passauer Fußgängerzone. Auf einer Bank sitzen Jugendliche und trinken Bier. Am Boden liegen zertretene Dosen. “Frankenberger, du Missgeburt!”, rufen die Teenager. Zwei Frauen wechseln die Straßenseite, als sie ihn sehen. Frankenberger wird gejagt wie eine Hexe. Er erhält Morddrohungen. Seine Gegner beschreiben, wie sie ihn verbrennen möchten. Sie drohen, ihn zu erschießen. In Passau kleben Plakate an den Hauswänden: “Tötet Frankenberger”. Der Politiker geht nicht mehr ohne Pfefferspray vor die Tür.
Das Schlimme daran: Verantwortlich für solche Drohungen sind Menschen, die im Wahlkampf noch als liberale Freiheitskämpfer auftraten, davon jetzt aber nichts mehr wissen wollen, stattdessen ihre intolerante, antidemokratische Fratze zeigen und eine moderne Hexenjagd anzetteln.
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Falsch, die Leute, die gegen Frankenberg derart hetzen waren nie liberale Freiheitsverteidiger sondern einfach Arschlöcher, zuvor wie nun auch. Dieser Typus macht sich doch garnicht die Mühe, eine liberale Fassade aufzubauen – vermutlich waren die Affen nichtmal wählen beim Entscheid.
Ich sagte ja auch nicht, dass sie jemals liberale Freiheitskämpfer waren, sondern lediglich, dass sie als solche im Wahlkampf auftraten. Schein und Sein.