Dieser Eintrag steht hier schon seit Tagen mehr oder weniger unfertig herum und da inzwischen sogar Spreeblick das Video hat, muss es jetzt mal raus: Ohne voreilig sein zu wollen, könnte ich mir vorstellen, dass Bloodbuzz Ohio der beste Song des Jahres ist. Ich mein das Stück hat doch alles: Allein schon die Spannung die bis zur ersten Strophe aufgebaut wird, die sich dann auf wunderbar unaufgeregte Weise in Berningers baritonem Sprechgesang entlädt um dann in einer Mischung aus Traurigkeit, Simplizität und Souveränität nur so dahinzufließen, wow! Ich kann mich nicht erinnern, dass mich ein letzter Zeit in Song gefühlsmäßig bereits beim ersten Hören so überzeugt hätte. Also nicht mal Aberdeen 1987 von den Xcerts, den man hier in schlechter Tonqualität anhören kann und den ich nun wirklich ganz große Klasse fand.
Dazu kommt dann auch noch das Video. An Witzigkeit und schauspielerischem Talent in diesem Zusammenhang nur schwer zu überbieten. Und das bei einem Song, der nicht nur mutmaßlich an Melancholie reich ist. Groß, wie übrigens auch der Rest des Albums mit dem Titel High Violet. Aber, so kommentierte jemand den Song bei last.fm: “So far, High Violet is simply “that album with Bloodbuzz Ohio on it”. Wie wahr. Weiterlesen…
Es war ja nur eine Frage der Zeit bis auf diesem Blog ein Artikel über Kashmir erscheinen würde. Der Grund dafür ist schlicht und ergreifend der Name dieses Blogs: The Aftermath. Aftermath, das verrät einem Wikipedia, steht für ein Album der Rolling Stones, ein auf Hip Hop spezialisiertes Plattenlabel, ein Gedicht von Sylvia Plath, ein Lied der Band Candlemass, ein Lied der Band R.E.M., ein Lied der Band Sonic Syndicate, ein Lied der Band Strapping Young Lad, ein Lied des Musikers Tricky, den Originaltitel des spanischen Horrorfilms Aftermath von Nacho Cerdà, den Originaltitel des kanadischen Films Das Denver-Attentat und bringt somit alle Voraussetzungen mit, um auch der Titel eines Blogs zu sein, das sich (u.a.) mit Popkultur auseinandersetzt. Darüber hinaus steht Aftermath für die fünfte Jahreszeit im Diskordianischen Kalender und – um wieder den Bogen zu Kashmir zu schlagen – für einen Song eben dieser dänischen Band:
Diese Band Kashmir war am vergangenen Mittwoch auf Europa-Tournee in München. Ich hab mir das angesehen und bin immer noch schwer beeindruckt. Zum einen von der Location: Der Veranstaltungsort, das 59:1 ist einer dieser sympathischen Läden, die auf Grund ihrer Überschaubarkeit nie Gefahr laufen werden, größere Bookings ins Haus zu bekommen und so das bleiben, was sie sind: Pilgerstätten der popkulturellen Trueness™. Was sich auch darin äußert, dass nach Ende des Konzertes am Einlass bereits Horden an prekär beschäftigten Grafikdesignern und solche die es gerne wären auf Einlass fürs anschließende Clubbing warten. Aber das nur am Rande. Weiterlesen…
Wenn einem das Konzert der Lieblingsband vermasselt wird, weil es ob der starken Nachfrage in eine Halle verlegt wird, die in etwa so viel Flair besitzt wie ein Ferienhaus am Aralsee, dann mag man das noch verschmerzen. wenn sich während dem selben Konzert herausstellt, dass die Akustik in dieser Halle schlechter ist, als die des Boxensets von Lidl für 19,99 €, dann geht das ja auch noch irgendwie. wann dann aber irgendwelche Gestalten meinen, sie müssten während des gesamten Konzertes den sowieso schon miserablen Ruf des Münchener Publikums durch permanentes Reden hochhalten, dann ist das zu viel.
Deshalb verkünde ich hiermit die Gründung der Facebook-Gruppe: Aufm Konzert hält man die Schnauze (ja, sowas gab’s auch schon mal bei studiVZ). Tretet fleißig bei. Auf dass irgendwann Ruhe auf den guten Konzerten einkehren möge.
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Fotohinweis: Unity in Diversity von Untitled Blue (Flickr).




