
Nach “The ’59 Sound” und dem Auftritt mit Bruce Springsteen hatten The Gaslight Anthem ein Problem: Viel Potenzial nach oben war da nicht mehr. Freilich, die Band würde das nie zugeben und man hätte es sich auch anders gewünscht. Aber das neue Album “American Slang” ist vor allem eines: mittelmäßig.
Das beginnt schon mit dem Opener: Während einen “Great Expectations” noch so richtig vom Hocker haute, ist “American Slang” ziemlich genau das Gegenteil davon: langweiliger, beliebiger Konsens. Es ist völlig schleierhaft warum ausgerechnet dieser Song als Single ausgekoppelt wurde. Der zweite Song “Stay Lucky” dagegen wäre ein ziemlich guter Opener gewesen, geht aber unter dem Eindruck des Titelsongs völlig unter. Erst “Bring it on” schließlich schafft es den Hörer mitzunehmen. Mitzunehmen dorthin wo die Jungs aus New Brunswick ihre (musikalischen) Wurzeln nicht haben: in die Bronx. Der Grund dafür ist eigentlich recht simpel: Sänger Brian Fallon wohnt mittlerweile in New York und American Slang wurde im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben auch dort aufgenommen.
Vermutlich war dieser Wandel, der sich durch das komplette Album zieht, auch der Grund dafür, dass mit “The Diamond Street Church Choir” doch noch eine kleine Reminiszenz an New Jersey auf die Platte gepackt wurde. Will ja niemand die alten Fans vergraulen. Und die ständigen Springsteen-Vergleiche sind auch nicht gerade unschmeichelhaft. Der Song gehört zu den besseren auf der Platte.
“The Queen Of Lower Chelsea”, “Orphans” und “Boxer” lassen einen dann zwar mit wippendem Fuß, aber dennoch ratlos zurück. Ja, das ist Rock ‘n’ Roll. Ja, das ist konzerttauglich. Nein, das ist nicht diese junge, innovative und zugleich – was das Songwriting angeht – stockkonservative Ostküsten-Rockband, die wir von den ersten beiden Alben kennen und mögen. Weiterlesen…
Einer der Vorteile des Internets ist dessen enorme Geschwindigkeit. Wenn man als Beispiel den Flugzeugabsturz in den Hudson River vor einiger Zeit nimmt, dann gab es dort binnen weniger Minuten ein Video der Notwasserung und Tweets der Menschen an Board des Flugzeugs. Aufgrund der Struktur Twitters verbreiten sich solche Nachrichten in rasendem Tempo und in weniger als einer Stunde wissen viele Leute auf der Welt was vorgefallen ist. Dies alles geschieht ohne das Einschreiten einer Nachrichtenagentur. Das führt dazu, dass vieles »Wissen« gar nicht als solches bezeichnet werden dürfte, da es keine, von glaubwürdiger Stelle, verifizierte Quelle gibt, auf der diese Informationen beruhen.
Das mag bei einem Flugzeugabsturz oder etwa dem Tod Michael Jacksons noch verschmerzbar sein, aber bei einem Fall mit weitreichenderen Folgen wird es kritisch. So wurde beispielsweise von Seiten Michael Seemanns (alias @mspro) getwittert, dass sein FAZ-Blog abgeschaltet wurde und auch die bisherigen Beiträge, des Blogs mit dem Namen »CTRL-Verlust«, nicht mehr abrufbar seien. Dies führte auf Twitter zu einem riesigen Shitstorm, da ein Blog mit enorm wertvollen Texten scheinbar ohne Vorwarnung gelöscht wurde und die Texte auf ewig im Datennirwana verschollen schienen. Das alles geschah innerhalb weniger Stunden und ohne auf eine Stellungnahme seitens FAZ.net zu warten. Ein qualifizierter Journalist hätte hingegen Kontakt zu beiden Seiten aufnehmen und die Argumente gegenüberstellen müssen, um zu einer qualifizierten Meinung zu gelangen. Weiterlesen…
Wie im vergangenen Monat angekündigt, hier also die Flattr-Einnahmen für den Juli 2010: Wir steigern uns kontinuierlich. Nach 0,98 € im Mai und 1,28 € im Juni, waren es diesen Monat bereits 3,02 €. Insgesamt haben wir fünf Flatts erhalten, was bedeutet, dass ein Flatt im Schnitt rund 60 Cent Wert war. Auch das ist eine Steigerung gegenüber den Vormonaten.
Bei der Betrachtung der Zahlen ist zu beachten, dass bei weitem nicht alle Artikel flatterbar waren. Warum das so ist, hab ich hier aufgeschrieben. Dazu kommt, dass Hagens Posts bislang nicht geflattert werden konnten. Das allerdings wird sich in Zukunft ändern. Weiterlesen…
Man kennt den beschriebenen Sachverhalt ja und zwar zu Genüge. Gerüchten zufolge gab es sogar schon Studenten, die den Namen ihrer eigenen Universität nicht schreiben konnten. Die haben dann wahrscheinlich die Website nicht gefunden. Aber mich wundert eh nichts mehr.
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Grafik von xkcd via Christophs Shared Items.


