Wenn einem das Konzert der Lieblingsband vermasselt wird, weil es ob der starken Nachfrage in eine Halle verlegt wird, die in etwa so viel Flair besitzt wie ein Ferienhaus am Aralsee, dann mag man das noch verschmerzen. wenn sich während dem selben Konzert herausstellt, dass die Akustik in dieser Halle schlechter ist, als die des Boxensets von Lidl für 19,99 €, dann geht das ja auch noch irgendwie. wann dann aber irgendwelche Gestalten meinen, sie müssten während des gesamten Konzertes den sowieso schon miserablen Ruf des Münchener Publikums durch permanentes Reden hochhalten, dann ist das zu viel.
Deshalb verkünde ich hiermit die Gründung der Facebook-Gruppe: Aufm Konzert hält man die Schnauze (ja, sowas gab’s auch schon mal bei studiVZ). Tretet fleißig bei. Auf dass irgendwann Ruhe auf den guten Konzerten einkehren möge.
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Fotohinweis: Unity in Diversity von Untitled Blue (Flickr).
Als ich vor etwas weniger als einem Jahr nach Bayern zog hatte ich – um etwas zu übertreiben – die Vorstellung, dass es hier furchtbar konservativ und anti-liberal zugeht. Man muss der Vollständigkeit halber erwähnen, dass ich von Baden-Württemberg nach Bayern zog – der Kulturschock sich also in allen Fällen in Grenzen gehalten hätte. Süddeutschland eben.
Um gleich zum Punkt zu kommen: Ich find’s hier ganz okay. Bin aber zunehmend erstaunt darüber, wie verstaubt mir unser westlicher Nachbar aus der Distanz vorkommt. Es verwundert mich etwa, wenn ich bayerische Jugendliche im Englischen Garten über baden-württembergische Gesetze lästern höre und mir dabei einfällt, dass das Bier in meiner Hand zu Hause zu Problemen hätte führen können, weil die Stadt Alkoholkonsum in öffentlichen Parks verboten hat. Und das ist nur ein Beispiel. Weiterlesen…
Zugegeben – ich hab mir bis zum heutigen Tag noch nie Gedanken darüber gemacht, was eigentlich mit »unserem« Elektroschrott passiert. Gab es etwas zu entsorgen, wie etwa meinen ersten PC (133 Mhz, 32 MB Arbeitsspeicher, Windows 95), dann hab ich den entweder an meinen kleinen Bruder verhökert oder zum lokalen Abfallentsorgungsbetrieb gebracht. Dass es dort nicht immer ganz legal zugeht, liegt wohl in der Natur der Abfallentsorgung. Aber, dass die das Zeug gleich bis nach Ghana schippern hat mich heute Morgen doch etwas paralysiert zurückgelassen.
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Fotohinweis: Lixo eletrônico von Paulo Fehlauer (Flickr).
Ich bin inzwischen davon abgekommen immer alles, was mir bei meiner Zeitungslektüre (online und offline) an Mist begegnet zu kommentieren. Heute muss ich es doch mal wieder tun – aus Liebe zur Wahrheit.
Die Ulmer Polizei hat gestern die Kriminalstatistik für das Jahr 2008 vorgelegt, die Südwest Presse greift das in ihrer heutigen Ausgabe auf. Grundsätzlich geht der Trend hin zu weniger Straftaten. So weit, so gut. Im letzten Absatz des Artikels kommt der Autor dann auf das Thema Rechtsextremismus zu sprechen:
»Auch Rechtsradikale fallen den Beamten immer häufiger [wie so genannte jugendliche Intensivtäter, Anmerkung der Redaktion] durch Schmierereien, Beleidigungen und, wie kürzlich in Schelklingen, durch Körperverletzungen auf. 2008 wurden 59 Fälle aus dem Bereich des Rechtsradikalismus registriert, wobei Keller sich sicher ist, dass es „keine erkennbaren rechtsradikalen Organisationen mit festen Strukturen” in der Region gibt.« Weiterlesen…





