Pandoras.Box werden am 31.12. ihr neues Album »Monomeet« veröffentlichen. Sänger der Band ist Martin Steer, den einige vielleicht als Gitarristen von Frittenbude kennen. Im Gegensatz zum Elektropunk von Frittenbude spielen Pandoras.Box jedoch experimentellen Rock.
Als Vorboten zu dem neuen Album schicken sie nun die Single Ballet of Promises samt dazugehörigen Video voran. Und das sollte man auf jeden Fall gesehen beziehungsweise gehört haben.
Eigentlich wollte ich gerade eingestehen, dass mir der großartige Ben Folds bislang völlig unbekannt war, doch dann fiel mir auf, dass ich den Mann doch schon kenne. So ein bisschen zumindest: Folds ist der Typ, der vor einigen Monaten wildfremden Menschen auf dem Klavier vorspielte – über Chatroulette. Das Ergebnis stellte er dann auf YouTube und war damit, öhm, relativ erfolgreich.
Wie auch immer. Folds macht auch andere Musik und die ist mindestens genau so toll. Der Song »From Above« aus dem Video stammt vom neuen Album Lonely Avenue, das gemeinsam mit Nick Hornby aufgenommen wurde. Und es gibt 2011 eine Europa-Tour, mit Auftritten natürlich auch in Deutschland:
28/02/11: Docks, Hamburg
03/03/11: Huxleys Neue Welt, Berlin
04/03/11: Muffathalle, München
08/03/11: Live Music Hall, Köln
In der Tat: Live ist das bestimmt sehens- und hörenswert, sagt auch Philipp Jahner bei Spreeblick. Und überhaupt: Schon lange nicht mehr so unbekümmerte und – bitte verzeihen Sie den Ausdruck – fidele Musik gehört.
Ich bin in einem Alter, in dem man häufiger Sätze hört wie: »Ich bin zuhause ausgezogen«. Dabei werde ich immer stutzig. Die Benutzung des Wortes »zuhause« ist für viele Personen selbstverständlich. Mir kommt es nur selten über die Lippen. Zwar ist die offizielle Bedeutung des kleinen Wörtchens nur die Bezeichnung des aktuellen Wohnortes, doch eigentlich ist so viel mehr als das. Zuhause – in diesen drei Silben schwingt dermaßen viel Emotion mit. Man verbindet damit etwas. Es ist ähnlich wie das Wort Heimat. Zumindest sollte es so sein.
Die meisten Personen benutzen das Wort beiläufig. Die wahre Bedeutung kann jedoch nur derjenige herausfinden, der beide Zustände kennt. Damit meine ich keine Obdachlosigkeit. Ich verbrachte fast mein ganzes Leben an Orten, die für mich kein Zuhause waren. Ich habe keinerlei emotionale Verbindung zu diesen Plätzen. Sie sind warm und ich kann dort schlafen. Dann lernte ich jedoch jemanden kennen und wir zogen zusammen. Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass ich das Wort »zuhause« benutzte ohne mich dabei unwohl zu fühlen. Mehr noch. Nachdem ich mir dieses Umstands bewusst wurde, ist mir erst klargeworden in welcher Tristesse ich mein Leben verbrachte. Ich kam gerne nach Hause. Ich fühlte mich wohl. Ich lebte nicht nur dort, ich liebte dort. Ich lachte. Und als es zu Ende war, weinte ich. Ich verstand, dass ich das einzige Zuhause verlor, das ich jemals hatte. Doch das quitschende Bett aus dem Zimmer nebenan und die lachenden Stimmen hatten nichts mehr mit mir zu tun. Ich gehörte dort nicht mehr hin. Doch wohin gehört man? Ich machte mich wieder auf den Weg ein Zuhause zu finden. Und der Schmerz kein Zuhause zu haben, ist nun ein tatsächlicher. Denn nun kenne ich den Unterschied. Und das alles durch ein kleines, dreisilbiges Wort. Es bedeutet in der offiziellen Beschreibung nichts, meint aber in der Realität alles.
Kashmir, wir erinnern uns, haben erst vor einigen Wochen ein Musikvideo zum Song »Mouthful of Wasps« veröffentlicht. Nun denn, Fans der Band können sich schon wieder freuen, denn ein weiteres Video ist online. Gefällt noch eine Nummer besser, vor allem da »Bewildered in the City« im Vergleich zur Version auf dem Album noch einmal völlig neu interpretiert wurde und so an Dramatik & Dringlichkeit gewonnen hat. Und auch so an sich und überhaupt ist es ja ein wunderschönes Lied.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen mich zur Diskussion um Google Street View nicht zu äußern, weil sie die Sicht auf die essentiellen Fragen, die sich im Zuge der Digitalisierung ergeben, verstellt und verzerrt. Da das Thema aber inzwischen ganz gut taugt um Konfliktlinien innerhalb der netzpolitischen Szene deutlich zu machen, möchte ich zumindest auf zwei lesenswerte Kommentare hinzuweisen, die mutmaßlich nicht die Mehrheitsmeinung in dieser Sache repräsentieren. Gegenöffentlichkeit galore, also. Weiterlesen…


