Auch von Tocotronic gibt’s Neuigkeiten, ein Video zu »Die Folter endet nie«. Regisseurin ist Nina Könnemann, die leider keine eigene Webseite besitzt, sonst aber offenbar eher in den Bildenden Kunst unterwegs ist. Solche Kooperationen sind für Tocotronic ja auch nichts neues. Gedreht jedenfalls wurde, wie unschwer zu erkennen ist, in Detroit.
Update 23:02 Uhr: Oh, ich seh gerade, dass Tocotronic auch noch eine Herbsttour am Start haben und sich in deren Folge ne längere Auszeit gönnen. Wer die Hamburger also nochmal live sehen möchte, sollte folgenden Konzerte nicht verpassen:
20/10/10: Rosenhof, Osnabrück
21/10/10: Musiktheater, Kassel
22/10/10: Backstage, München
23/10/10: Kantine, Augsburg
24/10/10: Substage, Karlsruhe
26/10/10: Centralstation, Darmstadt
27/10/10: Kassablanka, Jena
28/10/10: Conne Island, Leipzig
29/10/10: Astra, Berlin
Ähm, und ein Konzert in Hamburg gibt’s nochmal warum nicht?
Die dänischen Lieblingsmusiker & indirekten Namensgeber dieses Blogs haben in Mexiko ein semiakustisches Video zum Song “Mouthful of Wasps” aufgenommen. Gefällt. Und wenn ich schon beim Thema bin: Kashmir kommen im Winter wieder für ein paar Konzerte nach Deutschland. Ich kann das aus Erfahrung nur empfehlen.
Die Termine:
- 02/12/2010: Röhre, Stuttgart
- 03/12/2010: Beatpol, Dresden
- 04/12/2010: Backstage, München
- 05/12/2010: Luxor, Köln
- 07/12/2010: Mouseonturm, Frankfurt (Main)
- 08/12/2010: Zeche, Bochum
- 09/12/2010: Postbahnhof, Berlin
- 10/12/2010: Uebel & Gefährlich, Hamburg
Manchmal mach ich verrückte Dinge: Dann nehme ich beispielsweise eines dieser Bahn-Magazine mit nach Hause, die immer in den Fernverkehrszügen des Unternehmens ausliegen und lese es dann zwei Monate später zu Hause. So wie heute; da hab ich mich in die letzten Sonnenstrahlen auf den Balkon gesetzt und die “mobil” vom vergangenen August gelesen. Titelgeschichte ist ein Interview mit Altbundeskanzler Helmut Schmidt, dessen Interviewpartner Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, ist. Und als ich das an sich gar nicht schlechte Interview so las, war ich angesichts der Bilder aus Stuttgart von vorvergangener Woche nach diesen großen Worten Grubes doch etwas konsterniert:
Es gibt gute und schlechte Zeitpunkte für die schonungslose Wahrheit. Letztlich kommt es darauf an, dass [...] Menschen, die es betrifft, nicht hinters Licht geführt oder übergangen werden. Wenn Betroffene beteiligt werden, kann selbst die schwierigste Entscheidung nachvollziehbar vermittelt werden. Und es kommt auf den Absender einer schlechten Nachricht an, auf seine Glaubwürdigkeit. Wir erleben in Deutschland ja zurzeit, dass die Eliten einen schlechten Leumund haben: Politiker sind unbeliebt, Wissenschaftler werden als realitätsfern und Manager als herzlos und geldgierig bezeichnet. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Eliten muss unbedingt zurückgewonnen werden.
Man fragt sich dann halt, ob so die vertrauensbildenden Maßnahmen des Bahnchefs Rüdiger Grube aussehen?
Wenn wir hier momentan schon sonst nichts auf die Reihe kriegen, will ich wenigstens mal auf ein interessantes Video im Zusammenhang mit der Debatte rund um Stuttgart 21 hinweisen. Die Schweizer, in der ganzen Welt für ihr Schienennetz bekannt, setzen auf so genannte integrierte Taktfahrpläne. Ich weiß nicht inwieweit sich so etwas in Deutschland, respektive Stuttgart, tatsächlich umsetzen ließe, aber sollte es nach der ganzen Aufregung nun so etwas wie eine inhaltliche Debatte geben, würde ich dazu gerne mal die Meinung der S21-Befürworter hören. (via)

